21.01.2020 Ab 24.01.2020 verbesserte KfW-Förderkonditionen

FÖRDERUNG

Ab 24.01.2020 verbesserte KfW-Förderkonditionen

Im Januar 2020 treten zahlreiche Konditionen- und Produktänderungen im KfW-Förderbereich Energieeffizient Bauen und Sanieren in Kraft (siehe auch: KfW-Förderung für Öl-Heizungen beendet). Nun gibt es bei vielen Produkten ab dem 24. Januar 2020 höhere Tilgungs- und Investitionszuschüsse sowie Kreditbeträge.

Wohngebäude

Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder den Kauf von saniertem Wohnraum erhöht sich der Tilgungszuschuss im Programm Energieeffizient Sanieren – Kredit (151) um 12,5 Prozentpunkte. Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55 ist beispielsweise ein Tilgungszuschuss von 40 % für einen maximalen Kreditbetrag von 120.000 Euro möglich (maximaler Tilgungszuschuss 48.000 Euro).

Im Programm Energieeffizient Sanieren – Kredit (152) erhöht sich der Tilgungszuschuss um 12,5 Prozentpunkte für energetische Einzelmaßnahmen, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben. Der maximale Kreditbetrag bleibt bei 50.000 Euro. Der Tilgungszuschuss für Einzelmaßnahmen beträgt dann mit 20 % von maximal 50.000 Euro Kreditbetrag bis zu 10.000 Euro.

Im Programm Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (430) erhöht sich der Investitionszuschuss um 10 Prozentpunkte für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus oder energetische Einzelmaßnahmen. Die förderfähigen Investitionskosten für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus steigen um 20.000 Euro auf 120.000 Euro. Die förderfähigen Investitionskosten für Einzelmaßnahmen bleiben bei 50.000 Euro. Für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus 55 ist beispielsweise ein Investitionszuschuss von 40 % der förderfähigen Kosten von maximal 120.000 Euro möglich (maximaler Investitionszuschuss 48.000 Euro). Der Investitionszuschuss für Einzelmaßnahmen beträgt dann mit 20 % von maximal 50.000 Euro förderfähiger Kosten bis zu 10.000 Euro.

Für den Bau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhauses erhöht sich der Tilgungszuschuss um 10 Prozentpunkte im Programm Energieeffizient Bauen – Kredit (153). Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro. Das bedeutet für den Bau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhauses 55 einen Tilgungszuschuss von 15 % bei einem maximalen Kreditbetrag von 120.000 Euro Kreditbetrag (maximaler Tilgungszuschuss von 18.000 Euro). Für den Bau oder Kauf eines neu gebauten KfW-Effizienzhaus 40 Plus beträgt der Tilgungszuschuss 25 % bei einem maximalen Kreditbetrag von 120.000 Euro (maximaler Tilgungszuschuss 30.000 Euro).

Laut Marktanreizprogramm ist mit den dort gewährten Zuschüssen eine Kumulierung beim KfW-Programmen Energieeffizient Bauen (Programmnummer 153) möglich.

Nichtwohngebäude

In den KfW-Programmen IKK – Energieeffizient Bauen und Sanieren (218, 219) und dem KfW-Energieeffizienzprogramm – Energieeffizient Bauen und Sanieren (277/278) erhöht sich der Tilgungszuschuss bei einer Sanierung zur Erreichung eines KfW-Effizienzhaus-Standards um 10 Prozentpunkte und bei energetischen Einzelmaßnahmen, die keinen KfW-Effizienzhaus-Standard anstreben, um 15 % Prozentpunkte. Der Tilgungszuschuss ist bei diesen Programmteilen dann zwischen 175 und 275 Euro pro Quadratmeter gedeckelt.

Übersicht der KfW: www.kfw.de/ebs2020

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16.01.2020 Wärmepumpenföderung

HEIZUNGSTAUSCH MIT WÄRMEPUMPE IST

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ATTRAKTIVER DENN JE: STAAT ÜBERNIMMT BIS ZU 45 PROZENT DER INVESTITIONSKOSTEN

Die neuen Förderrichtlinien für Erneuerbare Heizungssysteme gelten seit 1. Januar 2020.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres gelten für den Einbau umweltschonender Heizungssysteme neue Förderrichtlinien. Die Bundesregierung unterstützt den Einbau klimafreundlicher Heizungen wie Wärmepumpen im Rahmen des sogenannten Marktanreizprogramms mit einem Investitionszuschuss von bis zu 35 Prozent im Neubau und in der Modernisierung. Wird eine Ölheizung ersetzt, werden Wärmepumpen sogar mit bis zu 45 Prozent Erstattung der Investitionskosten gefördert. Die Förderung ist beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen.

„Der Umstieg von fossilen Heizungsanlage auf erneuerbare Heizungssysteme ist ein entscheidender Schritt für die Erreichung der Klimaschutzziele“, so Dr. Martin Sabel, Geschäftsführer des Bundesverbands Wärmepumpe. „Mit den neuen Förderrichtlinien schafft die Bundesregierung wichtige Anreize für den Einbau einer umweltschonenden Heizung. Insbesondere der Heizungstausch wird reichlich belohnt.“ 

Wer bislang mit Öl heizt, bekommt bei dem Wechsel zu einer Wärmepumpe 45 Prozent aller Kosten rund um den Heizungstausch erstattet. Dazu zählen beispielsweise auch die Kosten für die Entsorgung der Altgeräte, für den Einbau von effizienten Flächenheizungen und für die Erschließung der Wärmequelle (Erdbohrungen), etc.

Anpassung der Förderrichtlinien: Die wichtigste Änderungen auf einen Blick

Effiziente Heizungssysteme werden über das Marktanreizprogramm und die KfW bereits seit vielen Jahren gefördert. Die technischen Anforderungen an die Wärmepumpen in Wohngebäuden haben sich im Rahmen der aktuellen Anpassungen nicht geändert:  Im Vergleich zu der bis 2019 geltenden MAP-Förderung ist sind im Wesentlichen folgende Punkte angepasst worden:

•    Umstellung auf eine Anteilsförderung: Für die Errichtung einer Wärmepumpe und die dazugehörigen notwendigen Umfeldmaßnahmen beträgt die Förderung sowohl im Bestand als auch im Neubau 35 Prozent der förderfähigen Kosten.

•    Durch eine Austauschprämie erhöht sich die Anteilsförderung beim Ersatz einer Ölheizung auf 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Weitere Bonusförderungen gibt es nicht mehr.

•    Förderung gibt es auch für Wärmepumpen, die nur die Bereitstellung der Raumheizung übernehmen - selbst wenn die Warmwasserbereitung nicht über Erneuerbare Energien erfolgt.

•    Die Förderung wird auf Hybridheizungen (Gas- sowie EE-Hybrid) ausgeweitet.

•    Der Bewilligungszeitraum wird auf 12 Monate verlängert.

Die förderfähigen Kosten betragen bei Wohngebäuden je Wohneinheit maximal 50.000 Euro (brutto) und bei Nichtwohngebäuden maximal 3,5 Mio. Euro (brutto). Entscheidend ist, dass die Anträge vor Vorhabensbeginn beim BAFA gestellt werden. Die eingereichten Kosten dürfen die beantragt Summe nicht übersteigen.

Großes Interesse am neuen Förderprogramm für Heizen mit Erneuerbaren Energien

Beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle laufen die Telefone seit Jahresbeginn heiß. Die neuen, noch attraktiveren Fördersätze für Erneuerbare Heizungssysteme haben sich schnell herumgesprochen. Gefördert werden sämtliche Maßnahmen, die unmittelbar mit der neuen Heizungsanlage zu tun haben. Eine Übersicht der förderfähigen Maßnahmen ist in diesem Merkblatt zu finden.

Wichtig: Für alle, die den Antrag bereits in 2019 gestellt haben, gelten die alten Förderbedingungen rechtsverbindlich. Alle Infos zu den Förderbedingungen (auch im Nichtwohnbereich), die Förderanträge und Merkblätter finden Sie auf den Seiten des BAFA.

Mehr dazu finden Sie unter folgendem Link:

Ein Überblick über alle Änderungen und Richtlinien in Zusammenhang mit Wärmepumpen finden Sie auch auf der Webseite des BWP unter www.waermepumpe.de/foederung.

07.01.2020 KfW Förderung für Öl-Heizungen beendet

KfW-Förderung für Öl-Heizungen beendet

Über den Klimaschutzplan 2050 wurde im November 2016 angekündigt: „Die Bundesregierung wird [..] die Austauschförderung für ausschließlich auf fossilen Energieträgern basierende Heiztechniken zum Jahr 2020 auslaufen lassen und gleichzeitig die Förderung für erneuerbare Wärmetechnologien verbessern, mit dem Ziel, dass erneuerbare Heizsysteme deutlich attraktiver als fossile sind.“Nun geht sie beim Energieträger Heizöl noch einen Schritt weiter und nimmt die Förderung für die Erneuerung von Öl-Heizungen komplett aus den Bundes-Förderprogrammen. Bisher wurde bei einer Heizungsmodernisierung der Ersatz alter Öl-Heizungen durch Öl-Brennwertheizungen als Einzelmaßnahme über die KfW-Programme Energieeffizient Sanieren 152 und 430 gefördert.

Vor dem Hintergrund des im September 2019 beschlossenen Klimapakets und der nunmehr gesetzlich verbindlichen Klimaziele (Bundes-Klimaschutzgesetz) sind bei den KfW-Programmen für energieeffiziente Gebäude zum 01. Januar 2020 mehrere Änderungen in Kraft getreten. Sie beziehen sich auf die Sanierung und den Neubau zum KfW-Effizienzhaus für Wohn- und Nichtwohngebäude sowie auf Einzelmaßnahmen im Bereich Heizung und Lüftung:

Wohngebäude

KfW 152/430: Für Wohngebäude entfallen in den KfW-Programmen Energieeffizient Sanieren – Kredit (152) und Energieeffizient Sanieren – Zuschuss (430) die Einzelmaßnahmen „Öl-Brennwert-Heizungen“, „Gas-Brennwert-Heizungen“ und „ergänzende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Maßnahmenpakete „Heizungspaket“ und „Lüftungspaket“.

Hintergrund: Zum 1. Januar 2020 wurde die Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen nahezu komplett vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) im neuen Marktanreizprogramm übernommen. Öl-Heizungen werden künftig nicht mehr gefördert und neue Gas-Brennwertheizungen nur mit erweiterten technischen Mindestanforderungen. Nah- und Fernwärme sowie die Optimierung der Heizungsanlage werden weiterhin von der KfW gefördert.

KfW 151/430: In Wohngebäuden werden über die KfW-Programme Energieeffizient Sanieren – Kredit (151) und Energieeffizient Sanieren – Zuschuss (430) seit dem 01. Januar 2020 Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z.B. Öl-Brennwertheizkessel, ölbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage) bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr gefördert. Die Kosten hierfür können bei den förderfähigen Kosten nicht mehr berücksichtigt werden. Für die energetische Berechnung zum KfW-Effizienzhaus kann jedoch ein nicht förderfähiger Wärmeerzeuger weiterhin berücksichtigt werden.

KfW 167: In Wohngebäuden werden kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und Öl seit dem 01. Januar 2020 über das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167) nicht mehr gefördert. Ergänzend zum BAFA-Zuschuss fördert die KfW über das Programm 167 aber weiterhin Solarthermie-Anlagen, Biomasse-Anlagen (Pellet & Holzvergaser), Wärmepumpen und Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien.

KfW 153: Soll in ein KfW-Effizienzhaus (Wohngebäude) eine Öl-Heizung eingebaut werden, kann das Vorhaben seit dem 01. Januar 2020 über das KfW-Förderprogramm Energieeffizient Bauen – Kredit (153) keine Förderung mehr erhalten.

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07.01.2020 Hohe Austauschprämie nicht nur für Öl-Heizung

Hohe Austauschprämie nicht nur für Öl-Heizung

Das novellierte Marktanreizprogramm zur Förderung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt sieht neben der Austauschprämie für Öl-Heizung weitere Verbesserungen vor: Auch für energieeffiziente und klimafreundliche Heizungen, die keine alte Ölheizung ersetzen, gibt es Investitionszuschüsse: 35 % für Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden, 30 % für Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 % und 20 % für Gas-Brennwertheizungen, die auf die spätere Einbindung erneuerbarer Energien vorbereitet sind.

Auch im Neubau werden thermische Solarkollektoranlagen, Biomasse-Anlagen und effiziente Wärmepumpenanlagen gefördert. Allerdings müssen die Anlagen hier anspruchsvollere Voraussetzungen als im Gebäudebestand erfüllen. Förderübersicht des BAFA: Heizen mit erneuerbaren Energien 2020

Achtung: Leer geht man aus, wenn die alte Heizung bereits der Austauschpflicht gemäß Energieeinsparverordnung § 10 EnEV unterliegt. Heizungsbetreiber sollten deshalb sorgfältig prüfen lassen, wann die Austauschpflicht greift, um nicht den Förderanspruch zu verlieren. Im künftigen Gebäudeenergiegesetz ist in § 72 eine anschließende Bestimmung vorgesehen.

Neue Fördersystematik mit prozentualen Fördersätzen

Die Fördersystematik des Marktanreizprogramms wird mit der Novelle stark vereinfacht und in den meisten Fällen deutlich erhöht: Einheitliche prozentuale Fördersätze ersetzen die Festbetragsförderung mit einer Vielzahl verschiedener Bonusregelungen. Für die neue Systematik werden die tatsächlich für den Austausch bzw. die Erweiterung der Heizungsanlage entstandenen förderfähigen Kosten berücksichtigt. Dabei werden auch die Kosten für notwendige Umfeldmaßnahmen zur Installation der neuen Anlage berücksichtigt. Antragsteller, die nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, können die Kosten außerdem einschließlich der Umsatzsteuer ansetzen.

Wichtig für Berater, Planer und Handwerker: Kosten, die über die bei Antragstellung angegebene Summe hinausgehen, können im Rahmen der Förderung nicht berücksichtigt werden. Das BAFA rät, die Kosten solide auf der Grundlage eines Kostenvoranschlages mit angemessenem Risikopuffer zu planen. Fallen die Kosten geringer als ursprünglich geplant aus, wird die Fördersumme gekürzt. Eine zu geringe Kostenschätzung hat damit weitreichende Konsequenzen

Antrag vor Vorhabenbeginn erforderlich

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberufler, Kommunen, Unternehmen und andere juristische Personen. Die Antragstellung muss vor Vorhabenbeginn erfolgen. Als Vorhabenbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden. Maßgeblich ist das Eingangsdatum des Antrages beim BAFA.

Kumulierung mit anderen Fördermitteln möglich

Die Kumulierung mit anderen Fördermitteln für die gleichen förderfähigen Kosten ist grundsätzlich möglich, sofern die Summe aus Krediten, Zuschüssen und Zulagen die Summe der förderfähigen Kosten nicht übersteigt. Mit einer Förderung aus den im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms aufgelegten KfW-Programm ist eine Kumulierung nur bei den KfW-Programmen Energieeffizient Bauen“ (Programmnummer 153) und „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Programmnummer 167) möglich.

Nicht zulässig ist eine Kumulierung mit der Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden (§ 35 c Einkommenssteuergesetz, „Steuerbonus“).

Bei einer geplanten Heizungsmodernisierung dürfte das neue Marktanreizprogramm in den meisten Fällen finanziell deutlich attraktiver als die steuerliche Förderung energetischer Maßnahmen sein.

Download der Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt vom 30. Dezember 2019 im Bundesanzeiger.

Weitere Informationen auf der Website des BAFA

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