07.01.2020 KfW Förderung für Öl-Heizungen beendet

KfW-Förderung für Öl-Heizungen beendet

Über den Klimaschutzplan 2050 wurde im November 2016 angekündigt: „Die Bundesregierung wird [..] die Austauschförderung für ausschließlich auf fossilen Energieträgern basierende Heiztechniken zum Jahr 2020 auslaufen lassen und gleichzeitig die Förderung für erneuerbare Wärmetechnologien verbessern, mit dem Ziel, dass erneuerbare Heizsysteme deutlich attraktiver als fossile sind.“Nun geht sie beim Energieträger Heizöl noch einen Schritt weiter und nimmt die Förderung für die Erneuerung von Öl-Heizungen komplett aus den Bundes-Förderprogrammen. Bisher wurde bei einer Heizungsmodernisierung der Ersatz alter Öl-Heizungen durch Öl-Brennwertheizungen als Einzelmaßnahme über die KfW-Programme Energieeffizient Sanieren 152 und 430 gefördert.

Vor dem Hintergrund des im September 2019 beschlossenen Klimapakets und der nunmehr gesetzlich verbindlichen Klimaziele (Bundes-Klimaschutzgesetz) sind bei den KfW-Programmen für energieeffiziente Gebäude zum 01. Januar 2020 mehrere Änderungen in Kraft getreten. Sie beziehen sich auf die Sanierung und den Neubau zum KfW-Effizienzhaus für Wohn- und Nichtwohngebäude sowie auf Einzelmaßnahmen im Bereich Heizung und Lüftung:

Wohngebäude

KfW 152/430: Für Wohngebäude entfallen in den KfW-Programmen Energieeffizient Sanieren – Kredit (152) und Energieeffizient Sanieren – Zuschuss (430) die Einzelmaßnahmen „Öl-Brennwert-Heizungen“, „Gas-Brennwert-Heizungen“ und „ergänzende Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie die Maßnahmenpakete „Heizungspaket“ und „Lüftungspaket“.

Hintergrund: Zum 1. Januar 2020 wurde die Heizungsförderung für Einzelmaßnahmen nahezu komplett vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) im neuen Marktanreizprogramm übernommen. Öl-Heizungen werden künftig nicht mehr gefördert und neue Gas-Brennwertheizungen nur mit erweiterten technischen Mindestanforderungen. Nah- und Fernwärme sowie die Optimierung der Heizungsanlage werden weiterhin von der KfW gefördert.

KfW 151/430: In Wohngebäuden werden über die KfW-Programme Energieeffizient Sanieren – Kredit (151) und Energieeffizient Sanieren – Zuschuss (430) seit dem 01. Januar 2020 Wärmeerzeuger auf Basis des Energieträgers Öl (z.B. Öl-Brennwertheizkessel, ölbetriebene Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage) bei der Sanierung zum KfW-Effizienzhaus nicht mehr gefördert. Die Kosten hierfür können bei den förderfähigen Kosten nicht mehr berücksichtigt werden. Für die energetische Berechnung zum KfW-Effizienzhaus kann jedoch ein nicht förderfähiger Wärmeerzeuger weiterhin berücksichtigt werden.

KfW 167: In Wohngebäuden werden kombinierte Heizungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien und Öl seit dem 01. Januar 2020 über das KfW-Programm Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167) nicht mehr gefördert. Ergänzend zum BAFA-Zuschuss fördert die KfW über das Programm 167 aber weiterhin Solarthermie-Anlagen, Biomasse-Anlagen (Pellet & Holzvergaser), Wärmepumpen und Gas-Brennwertheizungen in Kombination mit einer Heizung auf Basis erneuerbarer Energien.

KfW 153: Soll in ein KfW-Effizienzhaus (Wohngebäude) eine Öl-Heizung eingebaut werden, kann das Vorhaben seit dem 01. Januar 2020 über das KfW-Förderprogramm Energieeffizient Bauen – Kredit (153) keine Förderung mehr erhalten.

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